Unsere Chardonnay aus Neuseeland

Chardonnay

Chardonnay Trauben
Chardonnay Trauben

Die ursprünglich aus dem Burgund stammende Chardonnay Traube ist eine der wertvollsten und edelsten Weintrauben. Dank ihrer Anpassungsfähigkeit ist sie sehr beliebt. Chardonnay kann in allen Klimazonen angebaut werden. Man findet sie in Neuseeland vor allem in Hawkes Bay und Auckland (Kumeau River) wo die Traube in einem Subtropischen Klima perfekte Bedingungen hat.

In diesem Klima erhält man Weine mit kräftigem bis mittlerem Körper und rundem, üppigen Geschmacksbild.

Auf der kühleren Südinsel Neuseelands findet man Weine mit mittlerem bis leichtem Körper, mit mehr Säure, Mineralität und frischen Zitrusnoten.

Chardonnay wird in Neuseeland fast ausschließlich mit der Hand gelesen, damit die wertvollen Früchte unbeschadet ihren Weg zur Winzerei finden. Beschädigte Trauben würden den Gärungsprozess bereits beim Transport starten, dass möchte man verhindern.

Die Produktion von Chardonnay ist keineswegs so einfach wie es bei Sauvignon Blanc der Fall ist.

 

Normalerweise wird bei der Produktion von Chardonnay ein biologischer Säureabbau (BSA) praktiziert um weiche, buttrige Aromen zu erhalten. Dadurch geht aber oftmals auch die Säure komplett verloren, vorallem bei warmen Jahrgängen. In Neuseeland wird daher meistens nur bei einem Teil der BSA durchgeführt und später mit Weinen cuvéetiert die keinen BSA durchlaufen sind.

 

Anfangs nutze man Holzfässer zur Aufbewahrung und Lagerung der Weine. Das resultiert in fette Weine, welche teilweise schnell oxidieren. Heute nutzt man französische Eichenfässer um den Wein darin zu vergären. Das lässt die Holznoten besser in den Wein integrieren und schützt vor Oxidation.

 

Wird der Wein zu buttrig, lässt man ihn auf er Hefe. Dies hilft „diacetyl“ zu entfernen, welches für eben diese buttrigkeit verantwortlich ist. Ein weiteres Problem können zu kleine Beeren sein, denn diese enthalten viele Phenole und machen den Wein Bitter und Adstringierend. Der Ausbau in Eichenfässern, in die der Sauerstoff eindringt, verhindern dies.

 

 

 

Neuseeland bietet die perfekten Bedingungen für Chardonnay. Die Trauben können vollständig Reifen, haben eine natürliche Frische und sind Vollmundig.

 

Michael Franz von der Washington Post schrieb zum Chardonnay aus Neuseeland: “In Bezug auf ihre Struktur und Säure, erinnern sie an große Chardonnays aus Burgund. In ihrer Gesamtheit sind sie mit keinem anderen Chardonnay auf der Welt vergleichbar.”

 

In einem Blind-Tasting 2014 trat der Neuseeländische Premium Chardonnay Produzent Kumeau River gegen große Burgunder wie Domaine Leflaive des Comtes Lafon und Jospeh Drouhin an. Kumeau gewann 3 von 4 Tastingrunden gegen Weine, die 2 – 3 mal so teuer waren. Die französischen Winzer dachten, es wären Burgunder Weine. Denn i.d.R. kommen Chardonnays aus der neuen Welt meistens aus warmen Regionen. Neuseeland zählt allerdings zu den Cool Climate Regionen.

 

 

Man unterscheidet beim Chardonnay grundsätzlich zwischen oaked und unoaked. Das heißt, dass der Wein zur Reifung im Eichenholzfass oder im Edelstahltank reift. Beim oaked Chardonnay gibt es sehr schwere und holzige Chardonnays die man gut an dem sehr dunklen Strohgelb erkennt. Diese Weine haben Aromen von reifer Aprikose und Brot. Die Weine aus dem Edelstahltank können sehr frisch, spritzig und hell sein und erinnern mehr an Zitrusfrüchte. Weine aus dem Barrique eignen sich hervorragend zur Lagerung von fünf und mehr Jahren.

 

Mit 9 Prozent des Gesamten Weinvolumens liegt der Chardonnay auf Platz zwei der Weißweine in Neuseeland. Beim Export macht dieser Wein nur etwa 2,2 Prozent aller Weine aus.

 

Die perfekte Trinktemperatur liegt bei 7 C°, wobei viele - mich eingeschlossen - bevorzugen Chardonnays die etwas wärmer sind.

Im Eichenfass ausgebaute Chardonnays passen sehr gut zu geräuchertem Lachs, Kartoffeln und Spargel oder auch Nudelgerichte mit Sahnesoßen und Knoblauch.

Im Stahltank ausgebaute Weine passen besser zu Meeresfrüchten, Fisch- und Schalentieren, Salate und Geflügel.

 

Zum Schluss noch etwas Statistik:

1985 produzierte man nur 2000 Tonnen Chardonnay.

 

1990 fing Neuseeland erstmals an, Chardonnay auch kommerziell zu nutzen.

 

1992 waren es bereits 6172 Tonnen,

 

Im Jahr 2000 erntete man 23.593 Tonnen!