Süßwein aus Neuseeland

Süßwein

Botryttis Wein Neuseeland
Von Botrytis befallene und rosinierte Trauben

Die meisten Süßweine in Neuseeland werden mit Hilfe des Edelpilzes "Botrytis cinerea" produziert.

Damit sich dieser Pilz zu einem guten Pilz entwickelt, müssen die Beeren bereits voll reif sein - ansonsten spricht man von Graufäule.

Grundvoraussetzung zur Bildung des Botrytis ist, dass in der jeweiligen Weinregion ein Gewässer wie z.B. ein See oder aber meist Flüsse in der Nähe sind, damit sich im Herbst frühmorgens Nebel bilden kann.

Dadurch werden die Beeren vom Pilz befallen, dieser bohrt mikroskopisch kleine Löcher in die Beerenhaut.

Am Nachmittag muss sich der Nebel lüften und die Sonne scheinen, nur dann kann der Pilz kontrolliert werden.

Die Sonne bewirkt zudem - und das ist der wichtigste Faktor - dass Wasser aus den kleinen Löchern der Beerenhaut verdunsten kann. Dadurch rosinieren die Beeren, die Aromen und der Zucker konzentrieren sich, Wasser geht verloren und man erhält am Ende einen dichten, öligen und üppigen Süßwein. Aber man hat auch weniger Ertrag und dies steigert natürlich den Preis.

 

Die bekanntesten Weine kommen aus Sauternes in Frankreich, Trockenbeerenauslesen aus Deutschland und Tokaj aus Ungarn.

 

Eiswein ist im übrigen nicht von Botrytis befallen. Hier lässt man die Beeren am Stock hängen bis sie bei -10 Grad gefrieren. Die gefrorenen Trauben werden gemahlen und gepresst, das gefrorene Wasser bleibt zurück.